#1 Artemia als Futter von nilpferd 30.06.2011 18:54

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Hallo,
ich hatte mir im letzten Jahr ein Fass im Garten aufgestellt, in dem ich Artemia kultivieren wollte. Das klappt auch ganz gut, nur ist die Ausbeute eher dürftig. Da sind erstaunlich große artemia drin, aber eben nur eine begrenzte Anzahl.......
Nun habe ich ja bei meinen diversen Versuchen mit meiner A.percula Nachzucht immer wider Artemien angesetzt. Und vor 10 Tagen dachte ich mir: probiere es mal mit der Fütterung von Rhodomonas baltica.
Und was soll ich sagen: Es funktioniert. Ich habe noch nie ein schnelleres Wachstum der Nauplien gesehen, als bei der Anwesenheit von Rhodomonas baltica. Die Alge ist Gold wert. Den Nannochloropsis salina Schrott sollte man zügigst vergessen. Das ist nichts. Sie (die Rhodomonas baltica) bedarf allerdings einiger Pflege. Dann aber hilft sie immens.
Auf dem anliegenden Foto sind selbst gezogene Artemia zu sehen, die in gerade mal 10 Tagen von der Nauplie zur Artemia geworden sind.

Gruß
Martin

#2 RE: Artemia als Futter von Grundelchen 03.07.2011 12:20

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Hi
Nili was ist das genau?
Kenne das nicht!

#3 RE: Artemia als Futter von nilpferd 03.07.2011 12:41

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Zitat von Grundelchen
Hi
Nili was ist das genau?
Kenne das nicht!



Hallo Petra,
die Rhodomonas baltica ist eine rot-braune Alge, von der man weiß, dass sie besonders gut als Futteralge für Rädertierchen, Artemien, Copepoden und sonstigem Kleingetier genutzt werden kann. Natürlich muss auch die wieder "gefüttert" werden. Ich tue das mit "Walne's Medium". Das ist ein Pulver mit den für Algen nötigen Substanzen. Damit setzt man Salzwasser an, in das der Zuchtansatz der Alge dann gegeben wird.
Das ist schon mit mehr Aufwand verbunden, als wir das so bei Nannocloropsis salina gewöhnt sind. Aber Rhodomonas baltica hat einen hohen Nährstoffgehalt UND weiche Zellwände, die von den meisten Kleintieren prima verdaut werden können. Nannocloropsis hat weder Nährstoffgehalt noch weiche Zellwände. Für Artemia eher ungeeignet.
Wenn du nach Rhodomonas baltica googelst, wirst du schnell fündig.

Es wird immer empfohlen, das Osmosewasser vor der Benutzung ab zu kochen. Das ist mir aber ehrlich gesagt ein wenig aufwändig. Ich probiere es gerade mit frischem Osmosewasser und kaufe mir dann lieber ab und zu mal einen Neuansatz der Alge. Ich berichte hierrüber natürlich weiter, wenn sich was getan hat...

Gruß
Martin

#4 RE: Artemia als Futter von nilpferd 11.11.2011 18:08

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Tja und nun berichte ich mal wieder.....
Das Ziel meiner Bemühungen ist ja NICHT in erster Linie die Zucht von Phytoplanktern.
Es sei erwähnt, dass ich
a) eigentlich eine gesunde Grundlage meiner Zooplankton-Lebewesen (A. salina, Moina und diverser Copepoden) gesucht habe und dabei
b) die Alge Rhodomonas baltica gefunden, bestellt und nun schon in der 15. Generation ohne Neukauf pflege und benutze.
Ich bin eigentlich erstaunt, dass dies so ohne Weiteres möglich ist, weil ich 20cm daneben auch Zooplankton halte.
Na gut, ich habe abgeschlossene 5l-Flaschen als Zuchtbehälter und ich benutze sehr viel Is Propanol (2-Propanol) um meine Hände immer wieder zu desinfizieren. Das war es denn aber auch schon.
Ab und an geht mal ein Neuansatz von R. baltica den Bach runter, zwei Weitere aber überleben.
Nun werde ich demnächst noch mal nachordern, das aber nur, um die Durchlaufmenge zu erhöhen.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass speziell Artemia unheimlich gut mit dieser Alge zusammen passt. Hervorragende Artemia in signifikanter Menge innerhalb von 14 Tagen sind das Resultat. Ausbrüten neuer Artemia ist unter diesen Bedingungen nicht nötig. Die A. salina entlassen so viele Jungtiere in die Umgebung, dass eine Vermehrung über Dauereier praktisch "ausfällt".
Das macht schon Spass.
Anliegend einige Bilder. Das erste Bild zeigt von Links nach Rechs 6 Algen-Zucht-Behälter und Rechts 3 Zooplankton-Behälter.

Gruß
Martin


__________________
Bis zum nächsten Mal.
Gruß
Martin

#5 RE: Artemia als Futter von rossi 12.11.2011 09:55

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Hallo Martin,
damit die Alge gut wächst musst du doch sicher beleuchten. Was nimmst du denn dan.
Oder ist das alles an Licht was auf dem Bild zu sehen ist?
Und hast du Erfahrungen, wie lange (also bis zu welchen Temperaturen) man sowas auf dem Balkon betreiben kann.
Mein Platz in der Wohnung dafür ist leider beschränkt.

#6 RE: Artemia als Futter von nilpferd 14.11.2011 09:03

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Zitat von rossi
Hallo Martin,
damit die Alge gut wächst musst du doch sicher beleuchten. Was nimmst du denn dan.
Oder ist das alles an Licht was auf dem Bild zu sehen ist?
Und hast du Erfahrungen, wie lange (also bis zu welchen Temperaturen) man sowas auf dem Balkon betreiben kann.
Mein Platz in der Wohnung dafür ist leider beschränkt.



Hallo Wolfgang,
ja, das ist Alles an Licht. Wenn ich besser ran kommen würde, könnte ich mit einer Leuchtstofflampe auch die doppelte Behälterzahl versorgen (Die Tageslicht-Lampe in die Mitte).
Rhodomonas verträgt lt. Literatur Temperaturen zwischen 17...25GrdC, wobei die 25 GrdC absoluter (Dauer-)Höchstwert ist.
Im Sommer also ein Problem, weil Temperaturen ab 27 GrdC bereits zum Absterben reichen können. Ich war diesen Sommer bei ca. 26 GrdC, das haben sie noch überlebt. Übrigens auch unseren Urlaub. Sahen hinterher richtig schön dunkelrot aus.
Aber es ist natürlich eine empfindliche Alge. Ab und an geht schon mal was schief. Die einzige Möglichkeit der Haltung sehe ich entweder in klimatisierten Räumen, klimatisierter Umgebung oder im Keller. Letzerer sollte aber auch im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt werden. Niedere Temperaturen kann sie wohl ab, stellt aber dann ihr Wachstum ein.
Aber das ist nur aus dem Gedächtnis zitiert.
In der Anlage mal ein Foto mit einer verdorbenen Kultur. Hier etwa 24h nach dem Ansatz. Der Grund könnte in gelösten Ozon im Wasser bestanden haben (Ansatz zu frisch??) Ich weiß es noch nicht.

Gruß
Martin

#7 RE: Artemia als Futter von rossi 14.11.2011 15:49

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Hi Martin,
was passiert mit den Artemien wenn dir mal eine Kultur umkippt.
Sind die dann alle hin, oder kannste da einfach wieder neue Algen in den Behälter zukippen?

#8 RE: Artemia als Futter von nilpferd 14.11.2011 17:31

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Zitat von rossi
Hi Martin,
was passiert mit den Artemien wenn dir mal eine Kultur umkippt.
Sind die dann alle hin, oder kannste da einfach wieder neue Algen in den Behälter zukippen?



Hallo Wolfgang,
Ich siebe die Artemia mit einem 40 um-Sieb aus und setze sie einfach in eine neue Kultur um. Nur wenig mit frischem Salzwasser nachgespült und dann ab in die neue Flasche. Die Kulturem mit Artemia kippen übrigens nach einigen Tagen (5-7) immer. Sie werden dann grün. Stört nur unbedeutend und kann dann noch ein paar Tage so laufen. Meistens ist es nicht mal Artemia, sondern Rädertierchen, die viel Unrat produzieren. Habe ich mir in mein Artemia eingeschleppt.
Gruß
Martin

#9 RE: Artemia als Futter von nilpferd 17.11.2011 23:27

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Hier noch mal ein Update:
Neben den mit Rhodomonas baltica gefütterten Artemia halte ich seit eingen Wochen nun auch Tisbe ?bimensis? (harpacticoider Copepode).
Wobei ich mich wundere, da dieser Cop im Gegensatz zur allgemeinen Beschreibung fast nie an der Wand herum hängt, sondern meistens unterwegs ist. Und er ist lichtscheu, genau wie seine Kumpel.
Ich halte ihn zusammen mit Brachionus spp, Moina ?salina? und Artemia in einem Behältnis, aber auch solitär. Letzteres wird aber immer wieder zur Geduldsprobe, weil Wimperntierchen oder Brachionus doch den Weg in die Kultur schaffen.
Gegen Brachionus habe ich ja prinzipiell nichts, die Ciliaten sind aber lästig, weil sie scheinbar keiner fressen will. Schade eigentlich.
Moina salina hält sich wacker, aber ist natürlich sehr groß. Auch meine Artemien erreichen zwischenzeitlich "Monstermaße von 20mm" Ich siebe zum füttern nun durch das große Sieb (1mm Maschenweite). Dabei bleiben dann viele Weibchen mit dicken Eiersäcken hängen, in erster Instanz dauert mich das. Aber es ist genügend gereifter Nachwuchs da, der den Platz schnell ausfüllt.
Ich komme nun kaum noch mit der Produktion von R. baltica (dem Phytoplankton) nach (habe aus Östereich zur Verbreiterung nachgeordert). Und auch der Platz für die 5l-Flaschen muss erweitert werden.
Hier mal ein Tip: Max Bahr verkauft 5l vollentsalztes Wasser für 1,99 €. Das Wasser ist ja ganz nett (und keimfrei), die Behälter sind aber noch besser und rein rechnerisch für lau..
Übrigens haben meine percula nach längerer Pause wieder gelaicht. Nun hätte ich Futter. Ich bin mal gespannt, ob ich es dieses mal abpassen kann und ein paar Larven abschöpfe..
So nun genug. Hier die Bilder meiner Mitbewohner:

#10 RE: Artemia als Futter von nilpferd 22.01.2012 11:58

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Mojens liebe schweigsame Gemeinde,
es wird in Fachkreisen immer wieder die Frage nach den richtigen Dauer-Eiern gestellt und viel mystisch verbrähmt. Ich kann mir ja vorstellen, das die Sclupfraten je nach Qualität unterschiedlich sind. Aber die Behauptung, dass die geschlüpften Nauplien in erheblichen Umfange unterschiedlich groß sein sollen, hat mich schon gestört.
Ganz egal, welche Eier ich bislang angesetzt habe, die geschlüpften Nauplien waren unter dem Mikroskop immer ungefähr gleich groß. Eben so zwischen 300...450um (0,3...0,45mm).
Einzig die Schlupfrate und damit auch die Schlupfzeit war bei schlechten Produkten dramisch abweichend.
Nun habe ich mir schon vor längerer Zeit INVE430 (25Gramm "Döschen") und Sera(425 Gramm in der Dose) besorgt und es hat mich der direkte Vergleich interessiert. So habe ich eine Versuchsanordnung mit 2 Brütern und ansonsten exakt gleichen Bedingungen geschaffen.
Nach 24h waren in beiden Brütern (links der Inve430, rechts der Brüter mit Sera-Eiern)noch keine Nauplien zu sehen, nach 25h waren auf jeden Fall in beiden Brütern Nauplien "auf der Reise", im Inve rein optisch mehr. Es war aber erst der Beginn in beiden Behältern, sozusagen die "Frühchen".
Die Sera-Nauplie ist mechanisch etwas "gerückt" worden, um beide Nauplien in einem Foto direkt zu vergleichen, sie hat dabei wohl gelitten und hat sich wesentlich weniger bewegt als die Inve-Nauplie.

Das Foto mit den unterschiedlich großen Nauplien sind alles Sera, vermutlich mit nachträglich in der Brutschale geschlüften Nauplien von heute (die Kleinen).

Die 425 Gramm Dose war bis vorgestern verschlossen und im Kühlschrank. Sie wäre geschlossen laut Aufdruck bis 2016 zu gebrauchen.

Nach 36h waren bei ca. 23 GrdC in beiden Behältern die allermeisten Nauplien da, der Unterschied in der Ausbeute war ziemlich gleich.
Ich habe die entspechenden Bilder mal zur Beurteilung angehängt.

Gruß
Martin


Gruß
Martin

#11 RE: Artemia als Futter von nilpferd 22.01.2012 11:59

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Ein Foto ist wohl nicht transportiert worden:

#12 RE: Artemia als Futter von Ogular 01.06.2017 10:00

Hallo! Ich weiß, dass es für dieses Thema nicht aktuell ist, aber ich möchte Ihnen das empfehlen, was mir vor kurzem sehr gut geholfen hat. Es handelt sich um eine Online-Apotheke, wo ich ein Potenzmittel Cialis rezeptfrei bestellt habe. Der Preis war niedrig und dank der Aktion habe ich auch einen 20% Rabatt bekommen. Die Lieferung war wirklich sehr schnell und hat nur 3 Werktage gedauert. Mit der Wirkung der Arznei war ich sehr zufrieden.
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